16 Februar 2018

Tall Man Desaster!



So beschreibt Ari die schöne Wanderung an der Levada Furado Velha in Rabaçal. Stimmt schon, dass die Kleinen beim Kriechen unter den querwachsenden Stämmen der Baumheide klar im Vorteil sind.


Ribeira do Alecrim


Diesmal nur ein paar aktuelle Fotos, die ganze Rundwanderung und die Geschichte zur stillgelegten Levada seht ihr hier:





Die restaurierten Rabaçal-Häuser


Risco-Wasserfälle

 

Pause - die Füße sind im trockenen Levadabett




Fazit: immer wieder schön! Die Region von Rabaçal ist wirklich märchenhaft und verwunschen.
Wenn man schwindelfrei, trittsicher und ohne Höhenangst ist, dann kann man sie an der Levada Furado Velha genießen.

14 Februar 2018

Carnaval - Cortejo Trapalhão

Karneval in Funchal für Jedermann. Es gibt kein festes Thema, kein Motto  der Satire werden keine Grenzen gesetzt. Wer dabei sein will, beim Straßenumzug, meldet sich mittags an und zieht am Nachmittag mit.

Mal sehen, ob ihr die vier erkennt, die diesmal dabei waren.













unterschiedlich begeisterte Zuschauer







nach dem kräftezehrenden Spektakel gingen wir sehr edel speisen ...




... ins mediterrane Restaurant "Il Vivaldi" in der Avenida do Mar



Fotos von Elke Bredemeier, Video von Gunhild Petschull


Restaurant und Steakhouse "Il Vivaldi"
Rua Conselheiro José Silvestre Ribeiro 2
Eingang: Avenida do Mar

sehr empfehlenswert!




12 Februar 2018

Ribeira da Janela - Porto Moniz


Ein Aufstieg über die Vereda da Tranquada und Vereda do Castanheiros in den Fanal und zurück nach Ribeira da Janela  - das war der Plan. Kräftiger Wind, dichte Wolken und nur 5 Grad im Fanal waren abschreckend genug um ihn zu ändern. 

Fanal

Aber nun waren wir schon mal da, im kleinen Nest Ribeira da Janela, 400 m hoch über dem Ausgang der längsten Schlucht Madeiras - und Wege gibt es genug. Also gingen wir erstmal runter statt rauf. 

Ribeira da Janela - Ponte - Vereda da Fajã do Barro - Pico do Caldeirão - Caminho da Ladeira - Porto Moniz - Estrada Antiga 101 - Ribeira da Janela - 11 km

Ribeira da Janela

Wegen unserer spontanen Idee hatten wir beim Abstieg über die Veredas Begleitung  von Läufern des Porto Moniz Trails.


Caminho Fundo

der Padre in Bronze

Brunnen von 1914


Caminho da Voltinha


Gladiolenwiese

hier mündet die Ribeira da Janela ins Meer  - Arredor

Wir verließen nach der Brücke über den Janela Fluss den Trail, stiegen die Serpentinen der Vereda da Fajã do Barro hinauf, umrundeten den Pico do Calderão und stiegen über den Caminho da Ladeira wieder ab. Das letzte Ende nahmen wir den Treppenweg durch die Weinhänge. 
Ab dem Pico ist der Weg hier beschrieben:  

Brücke der Estrada Antiga - Arredor - Ilhéus

Start der Vereda da Fajã do Barro

kletternder Spargel


namenlose Flechten

Treppenabstieg nach Porto Moniz

In Porto Moniz trafen nach und nach, während wir Pause machten, die Läufer der langen Distanzen (25 und 47 km) ein. Es ringt uns schon einige Bewunderung ab, wie energiegeladen die Läuferinnen und Läufer ins Ziel kommen - zumal die Wetterbedingungen ziemlich hässlich waren.



Ilhéus da Ribeira da Janela


Wir machen uns auf den Rückweg über die alte Küstenstraße. Das erste Stück gehen wir durch den Tunnel, denn die Fahrbahn ist voller Gestein und Ästen. Beim zweiten Tunnel trauen wir uns außen herum, aber wohl ist uns nicht dabei. Der dritte Abschnitt ist frei von Geröll.

Caminho Fundo

Vereda de Fajã de Barro

Dann geht es wieder steil hoch nach Ribeira da Janela. Der alte Weg kreuzt mehrfach die neue Straße, die wir schon so oft rauf oder runter gefahren sind, Und wieder einmal stellen wir fest, dass man Madeira nur zu Fuß richtig erfahren kann.



Fazit: um auf den Spuren des alten Madeira zu gehen, muss man bergan - bergab mögen. Dann lässt sich viel entdecken.

Gehzeit: 3 h 40




Anfahrt:  Funchal - Ribeira Brava - São Vicente - Richtung Porto Moniz auf der VE 2, Abfahrt Ribeira da Janela ER 209 bis zur Dorfkneipe 

Wer sich den Kurs der Ultra-Trail-Runner ansehen möchte, findet ihn hier:



04 Februar 2018

Ein langer Spaziergang


Ponta do Sol - Lombo da Casada - Zimbreiros - Tabua - Ribeira Brava - Aprecentação - Levada Nova - Corujeira - Jangão - Lombada do Ponta do Sol -Ponta do Sol - 20 km

Kein Sturm und kein Regen mehr, endlich wieder raus! Es ist wohl nur ein trockenes Intermezzo und wir trauen dem Wetter nicht so ganz und bleiben der Wärme wegen im Südwesten. Von Ponta do Sol aus wollen wir mit einem Spaziergang ein Gebiet erkunden, das wir sonst nur mit dem Auto durchfahren, meistens in Tunnels.


Wir starten am Hotel Estalagem auf dem Caminho do Passo. Über einen alten Treppenweg sind wir schnell oben am Kliff, von wo wir auf Lugar do Baixo schauen können. Es geht eine ganze Weile an der wenig befahrenen Straße (ER 222) dahin und bald hält ein Auto neben uns und die Fahrerin fragt, ob sie uns nach Ribeira Brava mitnehmen soll. "Não, muito obrigada, estamos a passear." Sie lacht und fährt weiter. 


Lugar do Baixo

Wir zweigen an der Vereda das Pingas nach links auf einen Treppenweg ab und hoffen in Zimbreiros auf eine Bar zu treffen. Nichts! 

Tabua

Über den Caminho da Praia kommen in Tabua wir wieder ans Meer - und immer noch keine Bar. Schade! Also gehen wir an der alten Küstenstraße, die schon lange für den Verkehr gesperrt ist, weiter bis Ribeira Brava. Es ist nicht sehr entspannt an der bröckeligen Felswand, die die Marginale vor Jahren total zertrümmert hat, entlang zu laufen. Ein wenig beruhigend erscheint uns, dass Arbeiten zur Sicherung des Hangs endlich begonnen haben. Immerhin führen die Notausgänge des Tunnels genau auf diese Straße.

wer aus dem Tunnel fliehen muss, landet in einem kleinen See

In Ribeira Brava können wir uns endlich stärken - und überlegen, wie es weitergehen soll. Es gibt drei Alternativen: den gleichen Weg zurückgehen - langweilig! 
Mit dem Bus zurückfahren - oooch nöö!
Zur Levada Nova hochsteigen und den Spaziergang zur Tageswanderung erweitern - das ist aber weit!

São Bento in Ribeira Brava

Trotzdem entscheiden wir uns für die dritte Alternative, denn den Aufstieg von Ribeira Brava über Aprecentação haben wir noch nie gemacht. Man hat tatsächlich nur wenige Straßenmeter zu gehen, meistens sind es Treppen oder steile Caminhos .


Auf 400 hm erreichen wir die Levada Nova an ihrem Endpunkt und folgen jetzt gegen die Fließrichtung den angegebenen 9 km. Allerdings fließt nix außer ein bisschen Regenwasser. Leider ist auf der ganzen Strecke nur Brackwasser. Aber weil sie so einfach zu gehen ist, haben wir genug Muße für die netten Kleinigkeiten links und rechts des Weges.


Callas an der Ribeira da Tabua

an der Ribeira da Caixa



Kurz vor Lombada verlassen wir die Levada und steigen durch die Zuckerrohrfelder und Bananenterrassen hinunter nach Ponta do Sol. Es ist mal wieder ein Labyrinth von Treppchen und Gassen und als wir nach gut sechs Stunden endlich das beleuchtete Ponta do Sol unter uns haben, ist es für heute auch wirklich genug: "chega" - es reicht!




Fazit: eine spontane Runde, die mal wieder das beste Beispiel für Madeiras unerschöpfliches Wegenetz ist.

Gehzeit: 5 Stunden




Den Verlauf der Levada Nova mit mehr Bildern seht ihr hier: